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Fotografien von Seifenblasen – künstlerischer Ausdruck

Die Auseinandersetzung mit dem Vergänglichem steckt in jeder meiner Arbeiten, insbesondere in den Arbeiten des Fotografie-Projekts «Seifenblasen auf Reisen» – es sind vom Original abstrahierte neue Sujets.

«Dschungel» 200 x 66 cm aus "Seifenblasen auf Reisen" Fotoprojekt Cornelia Aschmann, Zürich

«Dschungel» 200 x 66 cm aus „Seifenblasen auf Reisen“ Fotoprojekt Cornelia Aschmann, Zürich

In der Seifenblase flirtet das Flüssige heftig mit dem Festen

Dass meine Suche nach einem eigenen künstlerischen Ausdruck zu einem eigenen Kunstkarten Shop führen würde, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Doch es ist wahr. So kam es: Das Prozesshafte zum Ausdruck bringen, den Moment einfangen und neu wahrnehmbar machen, dem Vergänglichen über den Augenblick hinaus Leben schenken – dies formulierte ich Ende der 1980er Jahre als Ansatz für mein gesamtes künstlerisches Arbeiten. Seit 2005 gipfelt diese Philosophie in meinem «Fotoprojekt Seifenblasen auf Reisen».

Dieses macht meine spontane Arbeitsweise sichtbar und bringt den künstlerischen Ansatz leicht nachvollziehbar zum Ausdruck: Die Seifenblase ist etwas sehr Fragiles und Verletzliches, doch in den Fotografien schwebt sie weit über ihre Existenz hinaus und erfreut unser Auge, wann immer wir die Fotografie anschauen mögen. Dass Seifenblasen generationen- und völkerübergreifend die Herzen der Menschen berühren, erlebe ich bei jedem Foto-Shooting aufs Neue.

 

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Vielleicht ist dem so, weil in der Seifenblase das Flüssige heftig mit dem Festen flirtet. Sie ist gleichzeitig Abbild und Spiegelung, fängt so das Feste ein. Letzteres sogar doppelt: Das Abbild der Umgebung ist spiegelverkehrt in der unteren Hälfte dupliziert sichtbar. Die Fotografie dieser doppelten Darstellung ist ein neues, eigenständiges Sujet. Es schenkt der zarten Seifenblase eine ungeahnte Lebenszeit.

Seifenblasen neu inszeniert

In der gedruckten Fotografie einer Seifenblase entdecken wir die „objektive“ und die gespiegelte Realität. Das fordert die Wahrnehmung heraus und macht die Betrachtung immer wieder spannend. Die Seifenblase ist damit sowohl Ausdruck wie Reflexion, unteilbarer Teil eines Grösseren; körperhaft und sphärisch zugleich, statisch und doch unterwegs, zeitlos und sehr vergänglich – eine Einladung, das Gegenwärtige gefahrlos mit Blick auf den spannenden Moment der Vergänglichkeit zu geniessen in Form von

  • Leporello: 7er oder 10er Fotoserien von «Seifenblasen auf Reisen» in Bilderzeilen
  • Einzelsujets und 3-erSerien im optischen Quadrat von 34.5 x 34 cm
  • Serielle Darstellungen eines einzelnen Sujets
  • Kombination verschiedener Sujets im Format 50 x 150 cm

 

Machen Sie sich eine Freude – gönnen Sie sich einen Blick in die Dokumentation

 

«Ich sehe bei ihr leider nur eine starke Affinität zu Papier». Zog die Berufsberaterin die Schultern hoch damals, als sie meine Neigungen und Fähigkeiten so beurteilte, wäre sie heute wohl überrascht, was sich mit so einer Affinität anstellen lässt: Sie hat mich dazu gebracht, meine schönsten Fotografien aus «Seifenblasen auf Reisen» in Sets herauszugeben – in kleinen Serien als Spezialedition zu erschwinglichen Preisen.  Das Beste ist gut genug für meine Kunstkarten:

 

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Fotografien von Seifenblasen lasse ich in hochwertigem wasserlosem Inkjet-Druck auf Qualitätspapier produzieren. Ausschnitte von Drucken, die ich mit der Handpresse selbst herstelle, appliziere auf vorgerillte Kartenbögen aus erstklassigem Kartenpapier. Jede dieser Kunstkarten ist ein Unikat – es gibt sie nur einmal. Mit Muse habe ich die passenden Couverts dazu ausgewählt. Freuen Sie sich auf einzigartige Kunstkarten im Set.

Träume I, Foto-Kombination 200 x 66 cm

Träume I, Foto-Kombination 200 x 66 cm

 

Fotoapparat und Computer, Graphit/Pastell und Aquarell, Druckerpresse – meistens arbeite ich mit diesen Mitteln. Gelegentlich wage ich mich zudem ans Holz. Bäume, Holz, Natur – ich liebe es, die Einladungen des Materials anzunehmen, ihm zu folgen und ihm damit doch meinen eigenen künstlerischen Ausdruck zu geben.

 

Freizeit an der Druckpresse und am Holz

Die Leidenschaft für Papier und Farben halte ich hoch. Auch an der Druckerpresse. Starte ich hier nach allen Regeln des gelernten Handwerks, gerate ich doch immer wieder ins lustvolle Experimentieren mit Druckstöcken und Farbwalze. Wen wundert’s, dass ich diesen sinnlichen Ausgleich zum Fotografieprojekt mit den Seifenblase sehr schätze.

Ganzes: Objekt von Cornelia Aschmann, Zürich (Apfelholz, 40 x 24 x 40 cm)

GANZES, 2007, Apfelholz, 40 x 24 x 40 cm (L, B, T)

Die Objekte aus Holz entfalten ihre ruhige Wirkung ob sie im Pflanzenumfeld, im Raum des Gartens oder im Wintergarten platziert sind. Und wie sich der Garten durch die Jahreszeiten und über die Jahre verändert, sind auch die Objekte vergänglich. Sie sind mit Leinöl oder gar nicht behandelt und verwittern. Unregelmässige Zeichnungen sind das Resultat – je nach Feuchtigkeit und Sonnenstrahlen. Wie Vögel und Insekten fühlen sich die Plastiken im Garten bald zuhause – es kann durchaus sein, dass einge der Kleintiere das Objekt weiter bearbeiten.